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Lehrstuhl für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes // Montanuniversität Leoben
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Renewable and Secondary Materials Processing

Die Erhöhung der Ressourceneffizienz durch die Nutzung sowohl erneuerbarer als auch sekundärer Materialien ist praktisch immer an eine geeignete verfahrenstechnische (Vor-)Behandlung geknüpft. Dabei gilt es durch mechanische und/oder thermische Verfahren Wert- und Störstoffe aus Stoffströmen zu separieren und für eine weitere Verarbeitung geeignete, aufbereitete Ströme herzustellen. In Verbindung mit etablierten industriellen Prozessen der Grundstoffindustrie können Synergien zur Nutzung bzw. intelligenten Schließung von Stoff- und Energiekreisläufen dazu beitragen, diese Prozesse wirtschaftlich attraktiv zu gestalten.

Am Lehrstuhl wird beispielsweise die trockene und nasse mechanische Aufbereitung von Abfallströmen unterschiedlicher Herkunft zur Erzeugung einer polyolefin- und polystyrolreichen Fraktion untersucht, die in thermischen oder thermochemischen Verfahren zu petrochemischen Intermediates weiterverarbeitet werden können.

Skizze Biogasanlage

 

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt in diesem Bereich stellt die Kopplung von Biogasanlagen mit Prozessen der Grundstoffindustrie, beispielsweise der Zementproduktion, dar. Stoff- und Energieströme sowie Rückstände von Biogasanlagen (Gärreste) sollen bei dieser Kopplung wechselseitig sinnvoll genutzt werden. Im Projekt „ReNOx“ wird die Gewinnung von Ammonium aus diesen Rückständen zur Herstellung eines industriellen Entstickungsmittels untersucht. Dafür wurde ein neues Verfahren entwickelt (Ionentauscher-Loop-Stripping), welches derzeit an einer Pilotanlage getestet wird und sich auch zur Minderung der Stickstoffrückbelastung an kommunalen Kläranlagen eignet (Trübwasseraufbereitung).

Biogasanlage

Fermenter einer Biogasanlage (© Cowatec)

Im Bereich des Einsatzes erneuerbarer (biogener) Stoffen und Energien in klassischen Industrieprozessen wird zudem an den verfahrenstechnischen Aspekten der Gewinnung und industriellen Verwertung von Mikroalgen gearbeitet. Diese Mikroorganismen können abseits von landwirtschaftlich genutzten Flächen in speziellen Photobioreaktoren produziert und durch Umwandlungsprozesse in „bio-crude“ verwandelt werden. Dieses bio-crude ähnelt dem konventionell geförderten, fossilen Rohöl („crude“) und eignet sich zur Herstellung von Kraftstoffen. Damit stellen Mikroalgen eine interessante Möglichkeit zur Nutzung von Biomasse auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Kraftstoffproduktion dar.

Mikroalgen 1

Mikroalgen unter dem Mikroskop (© ecoduna)

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